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Didaktik

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Zusatz-Aufgabe Angelika Sauer (Deutsch)

Michael Seeger (Geschichte)

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Reisebericht einer Fahrt  nach dem Dorf B.

 

Wir fahren mit der Kutsche nach Dorf B., das in dem Teutoburger Wald liegt. Die Landschaft gestaltet sich mit viel Grün, vielen Bäumen und Wiesen, auf denen zahlreiche Kühe weiden. Hier und da ein kleines Bächlein, das Gezwitscher von Vögeln macht uns munter. Wir sind auf dem Weg nach dem Dorf B., weil wir dem Geschehen des Dorfes nachgehen wollen, da die dortigen Ereignisse bis zu unseren Gemütern vorgedrungen sind. Die Luft ist erfüllt von Klängen der Natur, der Himmel ist blau, die Sonne scheint auf uns nieder und brennt uns ins Gesicht. Es weht ein lauer Wind, und es ist doch so friedlich. Ursprünglich kommen wir aus Emde, das westlich von Dorf B. liegt. Wir erwarten uns von der Reise, die Menschen und eine neue Umgebung kennen zu lernen. Unser Weg führt uns durch den Telgengrund, Strangholz und Roderholz.  Danach erreichen wir Bellersen, das nette Dorf, mit den offenherzigen Menschen. Wir machen in Bellersen Rast, für den Tag sind wir genug gereist. Am nächsten Morgen geht es aber mit Sack und Pack weiter in Richtung Abbenburg. Noch vor dem Sonnenaufgang brechen wir auf, um unsere Reise nach Dorf B. fortzusetzen. Dabei fahren wir auch durch den Wald Zellerhold, ein ursprünglich großer Wald, der aber später gerodet wurde. Die Luft ist feucht, vereinzelte Sonnenstrahlen scheinen durch die Bäume. Wir genießen die herrliche Landluft und haben nur noch wenige Kilometer vor uns, bis wir das Dorf B. erreichen. Am Schloss Bökerhof machen wir Rast und nehmen eine Mahlzeit zu uns. Vor uns liegt noch Bökendorf, sowie ein kleines Waldstückchen, es scheint hier viele Wälder zu geben, die die Dörfer verbinden, bis wir unser Ziel, Dorf B., erreichen. Unsere Vorfreude ist groß, schließlich haben wir eine lange, aufwendige Reise hinter uns. Die vielen unterschiedlichen Menschen, die wir getroffen haben, haben Spuren hinterlassen. Wir hoffen, im Dorf B. auf ebenso nette Menschen zu treffen, die uns herzlich empfangen.

Nun sind wir im Dorf B. angekommen. Viele Leute sind im Dorf mit ihrer Arbeit beschäftigt. Sie sehen uns unfreundlich an, fast so, als wären wir unwillkommene Eindringlinge. Wir spüren deutlich, dass in diesem Dorf eine bedrohliche, leblose, kalte Stimmung herrscht. Wir hoffen vergeblich auf ein nettes Gesicht, Bewohner, die uns begrüßen und uns den Weg in einen Gasthof  weisen möchten. Sie hätten uns wohl lieber nie gesehen, am besten, wir würden gleich wieder gehen. Deshalb fällt es uns schwer, einen Ansprechpartner zu finden. Doch dann kommt uns eine verhärmte Frau entgegen, die anderen sehen sie herabsetzend an. Sie kommt direkt auf unsere Kutsche zu, hält an, um uns anzusprechen. Mit einem etwas gezwungenen Lächeln fragt sie uns, ob wir etwas Bestimmtes suchen. Wir erklären ihr, dass wir eine Unterkunft suchen und folgen ihr in eine kleine Scheune. Ehe wir uns bedanken können, ist sie auch schon wieder verschwunden. Wir nutzen die kleine Pause um unser Schlaflager herzurichten. Nachdem wir uns ausgeruht haben, sehen wir uns das Dorf etwas genauer an. Wir versuchen Informationen über das Dorf heraus zu finden, da entdecken wir Margreth bei der Gartenarbeit. Sie sieht am ganzen Körper sehr abgemagert aus. Es scheint so, als gehe es ihr nicht sehr gut. Wir bedanken uns freundlich, doch sie weist uns mürrisch ab und schenkt uns keine Beachtung mehr. Verunsichert durch diese kühle Abfuhr starten wir einen neuen Versuch. Wir sagen ihr, dass uns die Gegend gut gefällt und es bei uns anders aussieht. Margreth sieht uns genervt an, winkt ab und meint, wenn wir hier leben würden, würde es uns wahrscheinlich genauso schlecht gehen wie ihr. Wir sind maßlos enttäuscht von dem Dorf B.. Uns wäre nichts lieber, als jetzt zuhause zu sein. Als wir ankamen, wollte uns keiner helfen und selbst die nette Frau, die uns half, entpuppt sich als eine genauso verbitterte Person wie all die anderen hier. Wir sehen Margreth noch mal kurz an, winken ihr zu, worauf sie nicht reagiert, was wir uns schon gedacht haben. Nun beschließen wir, das Dorf zu verlassen und uns auf den Heimweg zu machen. In der Scheune angekommen, machen wir uns reisebereit.

© 2002-2006 Caroline Linsenmeier, Isabel Haas,  Faust-Gymnasium 79219 Staufen, Letzte Aktualisierung 15.09. 2006